Im Folgenden haben wir für Sie einige Aktionsvorschläge zusammengestellt. Bitte teilen Sie uns dazu Kritik und Anregungen mit!

 Plakat der Aktion Nina
Wie lautet wohl die Antwort? (Foto: www.fahrradfreundlich-nrw.de)

Nina

Die Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. lässt seit 2005 Nina fragen: Warum stehst Du auf meinem Weg?

Das Forum Verkehrssicherheit Hamburg hat sich 2009 der Aktion Nina „Warum stehst Du auf meinem Weg?“ angeschlossen.

Parkesel Ulf

Das Büro bueffee hat als Ergänzung zu ihren Schulwegprojekten die Aktion http://www.büffee.de/forschung/laufende-projekte.html entwickelt. Dabei werden falschparkenden Autofahrern „Clubkarten Parkesel“ hinter die Scheibenwischer geklemmt. Es gibt vier verschiedene Rückseiten für die Clubkarten, auf denen die vier häufigsten Standardsituationen beim Falschparken erläutert werden. Der Text auf der Karte zeigt den didaktisch positiven Ansatz: „Dir wurde eine Parkesel Premium-Mitglied-Karte an Dein Auto gesteckt? Dann hast Du vermutlich ‚doof geparkt‘ und wurdest von Schülerinnen und Schülern einer nahegelegenen Grundschule als Parkesel ‚ertappt‘. [..] Ob Dein Parken nun erlaubt oder unerlaubt war, spielt keine Rolle. Aus Sicht der Kinder warst Du ein Parkesel (weil das Auto gefährdend geparkt war). Mit der Weitergabe der Karte an einen anderen Parkesel ist Deine Mitgliedschaft beendet und Du bist bestimmt ein künftiger Besserparker?!“

WegeHeld-App fürs Smartphone

Mit einer App für Smartphones mit dem Betriebssystem Android können Falschparke auf Geh- und Radwegen bequem in ein paar Schritten auf WegeHeld.org anonymisiert auf einem Stadtplan gepostet werden, womit ein "WegeAlarm" ausgelöst wird. Wer dem Ordnungsamt helfen will, kann dies noch mit einem weiteren Schritt tun.

Aktionsidee Fußeln – Sondernutzung auf dem Gehweg?

Die Idee besteht darin, bei der zuständigen Behörde eine Gehwegsondernutzung anzumelden, die aus einer normalen Gehwegnutzung besteht – normales Gehen von drei oder vier Personen nebeneinander auf dafür vorgesehener Fußverkehrsanlage. Da der Gehweg in betreffenden Straßen üblicherweise unbeanstandet von Kraftfahrern zum Teil beparkt wird, kann er nicht in voller Breite bis zum Bordstein befußelt werden. Die Intention ist, für normales und dort vorgesehenes Gehen auf dem Gehweg eine Sondernutzung anzumelden und damit Behörden und an Umweltverbund interessierter Öffentlichkeit auf die No-Go-Area Gehwege aufmerksam zu machen.

Zusatz: Anwohner werden mit Sänfte/Rollstuhl zur nächsten ÖV-Haltestelle gebracht / es wird ihnen ÖV/Carsharing schmackhaft gemacht / Behörde klärt mit Flyer auf und ahndet Gehwegparken.

Aktionsidee Halbierte Autos

Die Aktion eignet sich für Straßen, wo Autofahrer Gehwege regelmäßig unbeanstandet mit zwei rechten Rädern mitbenutzen und Fußgänger mehr oder weniger zum Gänsemarsch zwingen:

Linke Autohälften stehen auf der Fahrbahn – als real abgeschnittene Kfz-Hälften, als Modell oder bildlich auf aufgerolltem Großplakat. An Stelle der nicht existierenden rechten Autohälften bewegen sich Fußgänger auf dem hier ausnahmsweise in voller Breite zugänglichen Gehweg (radeln oder spielen Kinder, unterhalten sich Menschen etc.). Wegen der fehlenden rechten Autohälften auf höherem Bordsteinniveau sind die Sichtachsen frei, so dass auch kleine Personen das Verkehrsgeschehen überblicken können.

Die Veranstaltung kann sich – in kurzer zeitlicher Abfolge – auch über eine Reihe von Straßen durch mehrere Stadtteile oder Gemeinden hindurch erstrecken.

Die Veranstaltungen sollten frühzeitig beim Ordnungsamt angemeldet und am besten mit dem Umweltamt abgesprochen werden, um ggf. behördliche Unterstützung zu erhalten.

 

Öffentlichkeit herstellen – z.B. mit Blogs

Eröffnen Sie doch einen Blog zum Thema Falschparken in Ihrer Kommune. So was zieht Kreise, man kann sich ggf. zu Aktionen verabreden und gegenüber den Behörden ist es eine Art Dokumentation. Beispiele für solche Blogs

 

In Karlsruhe gibt es die Bürgerinitiative „Geh weg vom Gehweg

Ebenso gibt es in Darmstadt die Initiative Verkehrswende

Beide möchten – bei „echter Parkplatznot“ – auf Teile des Gehwegs verzichten („Restgehwegbreite“).